Wenn Nähe entsteht, ohne dass man etwas leisten muss

Manchmal passieren Momente, die einfach durch dich durchfließen. Die dich daran erinnern, wie kostbar ehrliche Verbindung ist – nicht die große Show, sondern das stille, warme Gefühl: Ich bin gesehen. Ich darf sein.

Heute Morgen. Ich sitze am Frühstückstisch und spüre, wie das Glück durch all meine Körperzellen hüpft.

Ich beobachte meine Freundin und ihren Sohn, die über Nacht zu Besuch sind – wie sie mit meinen Kindern sprechen, Scherze machen, sich das Nutella hin- und herreichen. Und ich bin einfach nur verbunden. Wunschlos glücklich.

Henri erzählt von seinem Lieblingshobby, Fußball. Lea von Beauty- und Schlaftipps. Ich höre zu. Jeder bekommt Raum. Jeder interessiert sich für den anderen. Es fühlt sich an wie ein kleines Wunder.

Die Kids gehen schwimmen. Jane und ich liegen im Liegestuhl und reden.
„Wie geht’s dir im Job?“
„Fühlst du dich wohl in deiner neuen Wohnung?“
„Wie geht’s den Kindern?“
Die Sonne strahlt. Wir schnippeln Gemüse, bröseln Feta und futtern das ganze Blech leer.

Wir haben uns viele Monate nicht gesehen – und landen trotzdem sofort wieder bei uns. Nähe. Flow. Sauna, Tanzen, Blödsinn, Ernst.
Es ist alles da. Und es ist alles willkommen.

Vielleicht ist Freundschaft nichts, das man besitzt.
Vielleicht ist sie etwas, das man einfach nur zulassen muss.
Und manchmal beginnt das mit einem geteilten Stück Brot – oder einem ganz normalen Samstag.

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